und weiter geht’s im bastelland.
verbleibende zeit: 7 tage.
zwischenschritt: stoffe, perücken und andere gemeinheiten.
meine lange suche nach dem richtigen stoff fand nun endlich ein ende. die entscheidung fiel auf ein baumwoll-satin, das bestenfalls noch diese woche ankommt, damit ich mich am wochenende direkt an die nähmaschine (die ich mir noch von einem freund leihen muss) setzen kann. ich bin jetzt schon sehr gespannt darauf, den stoff in händen zu halten – ein stoffmuster schicken zu lassen hätte einfach zu lange gedauert. man darf das beste hoffen.
um meinen geldbeutel etwas zu schonen habe ich eine billigere langhaarperücke erstanden mit der absicht, diese auf die richtige länge zu schneiden. dass weniger geld leider auch oft schlechtere qualität bedeutet musste ich nun auf die harte tour lernen, als die bestellte perücke ankam und ich beim blick in den spiegel am liebsten laut losgekreischt hätte (ich kann nur dummerweise nicht kreischen, sonst hätte ich es vielleicht tatsächlich getan).
ein foto habe ich davon nicht gemacht, dafür war die ganze angelegenheit einfach zu grausam, aber seid gewarnt: karnevalsperücken sind auch tatsächlich nur das, egal, wie toll die bilder auf ebay dazu aussehen.
also habe ich jetzt doch die perücke bestellt, die ich ursprünglich ins auge gefasst hatte und sie in einer aktion, in der ich der einzige bieter war, sogar noch 5 euronen billiger bekommen habe.
außerdem sind meine tabisocken angekommen. ich war etwas erstaunt, dass es sich nur um ein paar handelte, wo doch in der ebay-beschreibung irgendwo eine zwei auftauchte – merke deshalb auch: immer richtig lesen, bevor man auf bestellen klickt, denn zwei zehensocken sind eben auch nur zwei zehensocken, nicht zwei paar. wieder was gelernt. wenigstens passen sie.
da ich nirgendwo ein bezahlbares, durchsichtiges elastisches band finden konnte (und die für zwei läppische bh-träger 6 euronen verlangen), das ich statt der in teil i zu bewundernden konstruktion als neue riemen (und halterung für die maske) benutzen wollte, habe ich mir nun vorerst mit stoffresten vom hanjuban und ein paar ösen ausgeholfen. mal sehen, wie das dann mit dem yukata drüber aussieht, zu not muss ich mir da noch mal was neues überlegen.
schritt 3: die maske.
die idee, die grundform der maske mit hilfe eines luftballons anzufertigen, verdanke ich einem freund von mir, und ich muss sagen: es funktioniert eigentlich ganz gut, wenn man erst einmal herausgefunden hat, wie groß man den luftballon aufblasen muss. der erste versuch war zwar schon ganz in ordnung, aber etwas zu lang am kinn, weshalb ich die maske an den relevanten stellen abschnitt und noch einmal mit neuem pappmaché beklebte.
der etwas klumpige kleister aus mehl und wasser macht sich ebenfalls erstaunlich gut, wenn man ihn nicht zu lange kocht (aber das ist ja nichts, das man nicht mit etwas mehr wasser wieder hinkriegen kann).
fehlt nur noch die fimo-schicht. warum überhaupt das zeug drauf machen? weil mich diese anleitung auf die idee brachte. und weil es das zeug als “light” gibt, was tatsächlich erstaunlich leicht ist. allemal besser als gips.
schritt 4: tsukeeri part ii und suso.
mit etwas haushaltsband stellte ich nun endlich den tsukeeri fertig. da die anleitungen auf kimono de cheap nicht immer ganz nachvollziehbar und eindeutig sind habe ich mir etwas freiheit genommen was den kragen selbst angeht, der mir nach den angaben der seite einfach zu breit ist, weshalb ich ihn noch einmal in der mitte faltete. jetzt muss ich mir nur noch etwas pappe zum verstärken besorgen und dann werde ich sehen, ob sich das weiß des leinens mit dem baumwollsatin zu sehr sticht und ich noch einen haneri (also eine zusätzliche stoffbahn) draufnähe.
in teil i schrieb ich noch, dass ich mir nicht sicher wäre, ob ich einen suso machen sollte (das ist eine art rock), aber da der stoff, den ich für den hanjuban und tsukeeri benutzt habe, noch ein genügend großes stück bereithielt habe ich nun doch noch eine sehr simple version davon angefertigt, die im grunde nur aus einem rechteck mit zwei bändern an den außenseiten zum – wer hätte das gedacht – binden besteht.
da der stoff nicht wie bei einem nagajuban unter dem kimono hervorschauen soll ist das schon in ordnung, denke ich (die feinheiten kann ich dann für das “upgrade” zur nächsten leibu einbauen).
damit ist die “unterwäsche” im grunde komplett. das wochenende wird dann im zeichen der maske und des tatsächlichen yukatas stehen.





Na da bin ich ja mal gespannt. Ich finds ja beeindruckend, dass du dich überhaupt an sowas ran machst… ich wär da glaub ich viel zu faul für.
Kommentar von Sam — 14. Oktober 2011 @ 11:36 am |
war ich bisher auch immer, aber jetzt hat mich das fieber gepackt.
wenn man einmal den arsch hochgekriegt hat geht das schon irgendwie. XD
Kommentar von harakiri — 15. Oktober 2011 @ 12:25 am |
Wie lief’s? Bist du rechtzeitig fertig geworden? Spaß gehabt?
)
Kommentar von Tom — 24. Oktober 2011 @ 9:23 pm |
spaß hatten wir definitiv, aber da mein stoff nicht mehr rechtzeitig ankam musste ich die con leider ohne cos stürmen.
den dritten teil der dokumentation gibt es trotzdem noch, sobald ich denn dann endlich mal dazu komme, den stoff zu vernähen… -_-
Kommentar von harakiri — 25. Oktober 2011 @ 10:15 pm |