Sam & harakiri

26. Februar 2011

oh mein gott, sie haben eric kripke getötet!

es ist schon über ein jahr her, dass ich über den fanservice schrieb, den supernatural seinen zuschauern hin und wieder zu bieten hat. damals meinte ich, es wäre der maximale höhepunkt. ich wurde eines besseren belehrt.
(achtung: spoiler)

die sechste supernatural-staffel hat bis jetzt vor allem dramatik und ernst gebracht, weshalb es definitiv mal wieder zeit für eine auflockernde, den typischen humor und die selbstironie der serie zum ausdruck bringende episode war. mit “the french mistake” wurde dieser notstand nun in die tat umgesetzt – und ben edlund (ich werfe mich wiederholt vor ihm in den dreck) brachte der welt die metaepisodigste serienfolge, die wahrscheinlich jemals gedreht wurde.

der inhalt ist schnell erzählt: sam und dean werden mal wieder in ein alternatives universum versetzt: in unseres. nach dem sturz durch ein von balthazar mit irgendeinem tollen siegel bepinseltes fenster finden sich die winchester-brüder an einem filmset wieder, und zwar dem zur supernatural-folge “the french mistake”, in der sie als jensen ackles und jared “pada-irgendwas” sam und dean verkörpern, während robert singer (exec producer und namensgeber bobby singers) von nun an mit ihrem charakterwechsel zu kämpfen hat.
während dean und sam versuchen herauszufinden, was eigentlich los ist, bekommen wir einen blick in jensens trailer, treffen auf misha (a.k.a. castiel), der glaubt, seine beiden kollegen wären auf drogen (wie alle anderen im übrigen auch), genevieve (a.k.a. ruby; im übrigen jareds ehefrau), die es überhaupt nicht lustig findet, von jensen als ruby bezeichnet zu werden, und ein opaka in jareds garten und dürfen uns von dem zweifelhaften schauspieltalent der brüder überzeugen (sam, der vesucht, irgendeinen lässige pose einzunehmen und beim sprechen nicht in die kamera zu schauen und dean, der seine markierung nicht findet=herrlich ohne ende.) ach ja, und nebenbei läuft auch noch ein engel auf dem set herum, der zwar sein “mojo”, aber keineswegs seinen killerinstinkt verloren hat.
kurz: man lacht sich den arsch weg, kann sich über kleine und große anspielungen freuen, die vor allem selbstironisch sind, und bekommt einen mehr oder weniger authentischen blick hinter die kulissen des supernatural-sets. was will fan mehr?

um dem ganzen einen noch netteren “echten” anklang zu geben hat misha, unser aller lieblings twitter-süchtiger, sogar zum richtigen zeitpunkt die tweets online gestellt, die er auch in der folge abschickte. dass er sich selbst als schreiendes, pollunder-tragendes mädchen darstellte fand ich im übrigen auch sehr nett. man muss den kerl halt einfach lieben.

 

zur feier des tages gehören hier zwei zitate hin. ich konnte mich nicht beherrschen.

Sam: I’m just saying, we landed in some dimension where you’re… Jensen Ackles and I’m something called a Jared Padalecki.
Dean: So, what now, you’re Polish?

Dean: Maybe we can’t get out of, you know, Earth Number Two right now. But the least we can get do is get the hell out of the Canadian part of it. I hear one more conversation about hockey, I’m going to puke.

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